Im Alter von zwei Jahren sorgte ich für meinen ersten künstlerischen Schock — ich zeichnete einen kleinen Hahn auf die frisch tapezierte Wohnzimmerwand meiner Eltern. Dieser erste Versuch stieß nicht auf ungeteilte Begeisterung — ganz im Gegensatz zu meinen Kindergartenzeichnungen vom örtlichen Markt, den ich als Palast voller gekrönter Prinzessinnen und edler Damen darstellte.
Ein prägendes Element meiner Kindheit war die ungarische, satirische Wochenzeitung Ludas Matyi. Die Werke ihrer renommierten Illustratoren inspirieren mich bis heute: Tibor Toncz, Balázs Balázs‑Piri, Ferenc Sajdik, Jenő Dallos, György Várnai. Ihre Karikaturen hielten der damaligen ungarischen Gesellschaft einen Spiegel vor und ließen selbst in ernsten Themen Raum für Humor.

2018 begann ich in Wien, mich ernsthaft mit der bildenden Kunst zu beschäftigen: Ich zeichnete nach Aktmodellen, malte mit der Vienna Urban Sketching‑Gruppe in der Stadt, bei Open‑Air‑Aufführungen und in Museen. Auf zahlreichen Reisen fotografierte ich intensiv — Straßenszenen, urbane Situationen — und experimentierte gern mit Filtern und schrägen Bildkompositionen.
2021 wandte ich mich dem Porträt zu. In Iva Schach‑Miechtner’s Kurs lernte ich zunächst das Porträtzeichnen, oft in Karikatur ähnlicher Weise, um Emotionen und markante Gesichter einzufangen. Mich zogen expressive Porträts mit kräftigen Farben an, das Ungewöhnliche, das „Andere“.
2022 lernte ich den Künstler Krassimir Kolev kennen, und in seinem Kurs malte ich mein erstes Acrylporträt.
Von dem Künstler Andy Nabong lerne ich traditionelle Ölmaltechniken.
Die Bühnenbilder von Eric Vogel und die Illustrationen von René Gruau dienen mir als Vorbilder dafür, wie man Figuren mit einer reduzierten Farbpalette und wenigen entschiedenen Linien darstellen und Atmosphäre schaffen kann.